Google Analytics illegal in EU!
Welche Konsequenzen hat das?

Mit der Einführung der DSGVO im Mai 2018 wurde die rechtlichen Grundlage für den Datenschutz gelegt. Dennoch verging eine ganze Zeit bis entsprechende Klagen eingereicht und die ersten Urteile gesprochen wurden.

Doch jetzt gibt es gibt es die ersten Grundsatz-Urteile, die die meisten Webseitenbetreiber aufhorchen lassen sollten.

So hat Ende Dezember 2021 die österreichische Datenschutzbehörde (DSB) auf eine Musterbeschwerde von noyb hin entschieden, dass die Nutzung von Google Analytics gegen die DSGVO verstößt. Auch die französische Datenschutzbehörde CNIL erklärte Google Analytics für rechtswidrig. Weitere Urteile in anderen EU-Staaten werden vermutlich in Kürze folgen.

Google Analytics illegal
Der Einsatz von Google Analytics verstößt gegen „Schrems II“-Entscheidung des EuGH. Eine Verwendung von Google Analytics ist somit illegal!

Im Januar 2022 erging vom Landesgericht München ein Urteil gegen die Verwendung von Google Fonts, wenn diese über die Google Fonts API eingebunden sind. Somit bleibt nur die Möglichkeit, entweder vorher eine explizite Zustimmung einzuholen, oder die Fonts auf dem eigenen Server zu hosten.

02.02.2022 – Die belgische Datenschutzbehörde APD verhängte ein Bußgeld von 250.000 € gegen den europäische Verband für digitales Marketing und Werbung IBA Europe. Grund war die Verwendung des „Transparency & Consent Framework (TCF)“ was die Grundlage für das Real-Time-Advertising/Bidding darstellt. Mit dessen Hilfe findet in Echtzeit ein Bieterwettbewerb von Online-Werbung schaltenden Unternehmen um die vorhandenen Werbeanzeigeplätze statt. Ermöglichen tun dies sogenannten TC-Stings (Nutzer-Identifikationsnummern) mit deren Hilfe sich die gespeicherten Werbe-Profile den jeweiligen Webseitenbesuchern zuordnen lassen.

Doch all das ist noch „Peanuts“ im Vergleich zu den Strafen in mehrstelliger Millionen Höhe um die es bei den Big Playern wie Amazon, Google oder Unternehmen wie British Airways, H&M oder 1&1 geht.
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Welche Konsequenzen hat das Google Analytics Urteil für Webseitenbetreiber?

Die Übergangszeit scheint endgültig vorbei zu sein. Wer Abmahnungen und Geldstrafen vermeiden möchte, sollte seine Webseite in regelmäßigen Abständen einem DSVGO/Datenschutz Check unterziehen. Regelmäßig deshalb weil sich die Gesetzeslage durch neue Urteile konkretisiert. Auch durch Updates oder andere Veränderungen an der eigenen Webseite können sich neue Datenschutzlücken auftun.

Das volle Programm in Sachen Datenschutz bietet unser WordPress DSGVO-Service. Nach einer eingehenden Analyse erarbeiten wir Lösungsvorschläge, die wir im Anschluß für dich umsetzen.